Frauen. Fairness. Finanzierung.- Mit Oikocredit auf den Philippinen | Fairkaufladen
Frauen. Fairness. Finanzierung.- Mit Oikocredit auf den Philippinen

Frauen. Fairness. Finanzierung.- Mit Oikocredit auf den Philippinen

In Zeiten, in denen bekannt wird, dass große deutsche Finanzinstitute in Dinge investieren, die einem als Bankkunde womöglich nicht recht sind (Nuklearwaffen, Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke, Nahrungsmittelspekulation …), interessieren sich immer mehr Menschen für die Frage: „Kann man Geld auch sinnvoll anlegen“ ?

Mit dieser Thematik befasste sich der Vortrag, zu dem die Fairtrade Gemeinde Petershausen, die Kommunale Agenda 21 Gruppe und der Fairkaufladen eingeladen hatte :

„Frauen. Fairness. Finanzierung. – Mit Oikocredit auf den Philippinen“  

Oikocredit ist eine Organisation, die seit 40 Jahren in Menschen investiert. Sie ist 1968 bei einer Sitzung des Ökumenischen Rats der Kirchen  – zunächst unter einem anderen Namen – auf den Weg gebracht worden. Mitglieder der Kirchen suchten damals unter dem Eindruck des Vietnamkrieges und des Apartheitsregimes in Südafrika nach Investitionsmöglichkeiten, die zu „Frieden, Geschwisterlichkeit und sozialer Gerechtigkeit“ beitragen sollten.

Nach anfänglicher Skepsis (Darlehen statt Spenden ?) wurde 1975 dann die ökumenische internationale Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit gegründet. Sie vergibt Darlehen an Kooperativen, Kleinkreditbanken und Kleinstunternehmen in Entwicklungsländern, leistet so Hilfe zur Selbsthilfe und fördert die Eigeninitiative der Menschen ( zu 80 % Frauen).

Über einen der acht deutschen Oikocredit-Förderkreise, die als gemeinnützige Vereine organisiert sind,  können sich Kirchengemeinden, Privatpersonen und Vereine an der Genossenschaft Oikocredit beteiligen.

Die Bildungsreferentin Eva Bahner vom Oikocredit Förderkreis Bayern e.V.  hatte im letzten Jahr im Rahmen einer Studienreise Kreditnehmer*nnen auf den Philippinen besucht. Dort ist Oikocredit schon seit über 25 Jahren aktiv und unterstützt 34 Partnerorganisationen. Am Beispiel der Philippinen zeigte sie, wofür Geld  auch „arbeiten“ kann: Für Solidarität, Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung, Klimaschutzmaßnahmen oder Stärkung von Frauen.

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Eva Bahner vom Oikocredit Förderkreis Bayern e.V. (Foto: Herwig Feichtinger)

Wie aus Geld Gutes Geld wird

Auf kompetente Weise konnte Eva Bahner die Zuhörer davon überzeugen, dass aus Geld auch gutes Geld werden kann: Wenn es ein Gestaltungsmittel ist, das gesellschaftlichen Wandel ermöglicht, wenn es nachhaltiges Wirtschaften fördert und Gemeinschaften stärkt, wenn es natürliche Ressourcen schont und erneuerbare Energien fördert, wenn es Chancen für benachteiligte Menschen auf der ganzen Welt schafft.

Hier geht es zu einem ausführlichen Bericht über die Veranstaltung: http://www.petershausen-mobil.de/blog/b180326.htm

 

 

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