CSU-Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath unterschreibt das gemeinsame Plakat von Bund Naturschutz und Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

CSU-Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath unterschreibt das gemeinsame Plakat von Bund Naturschutz und Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

Foto: CSU-Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath unterschreibt die fünf Forderungen des Plakats

 

Warum es doch nicht dazu kam, dass Bernhard Seidenath besagtes Plakat mit den fünf Forderungen in Petershausen unterschreiben konnte, dazu mehr am Ende dieses Beitrags. Denn eigentlich war es angedacht, dass dies beim 50 -jährigen Jubiläum des CSU – Ortsverbands Petershausen am 16.9. erfolgen könnte…

Gelungene Jubiläumsfeier des CSU- Ortsverbands Petershausen

Mit Weißwurt, Brezn und den zünftigen Klängen der Petershausener Blaskapelle feierte der CSU- Ortsverband Petershausen in der voll besetzten Sporthalle des SV Petershausen sein 50- jähriges Jubiläum.

Zum Gratulieren gekommen waren auch Bürgermeister Marcel Fath und Ernst Nold von der Fraktion der Freien Wähler sowie Hildegard Schöpe- Stein und Rolf Trzcinski von der SPD-Fraktion.

In ihrer launigen Begrüßungsrede stellte Ortsvereinsvorsitzende Hilde Wessner dennoch die Kräfteverhältnisse der konkurrierenden Parteien mit einem netten Vergleich klar: Die bunten Farben des Gestecks stünden symbolisch für die Farben der Parteien, Orange für die Freien Wähler, Rot für die SPD, Grün für die Grünen, aber die Grundlage und das Wichtigste an dem Gesteck sei natürlich der schwarze Topf, die CSU.

Als Funktionsträger mit von der Partie waren  der Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath, die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Dachau/Fürstenfeldbruck Katrin Staffler und der Landtagsabgeordnete und Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbands Anton Kreitmair.

Den Saal zum Lachen brachte Bernhard Seidenath, als er in seinen Grußworten (aus Versehen?) betonte, dass er schon an den Klängen des Defiliermarsches vermutet habe, dass da eine Ministerpräsidentin unterwegs sein musste …

Festrednerin Ilse Aigner – humorvoll und kämpferisch

Im Rücken etwas lädiert, aber trotzdem frisch, humorvoll und kämpferisch wirkte die Hauptrednerin des Tages, die stellvertretende Ministerpräsidentin und  Staatsministerin für Wohnen, Bauen und Verkehr Ilse Aigner.

Foto: Ilse Aigner mit dem Fraktionsvorsitzenden Günther Fuchs

Nach den Erfahrungen mit Prognosen im Saarland (Annegret Kramp Karrenbauer ) und in Nordrhein Westfalen (Armin Laschet) gebe sie auf die derzeit niedrigen Umfragewerte der CSU rein gar nichts. Was allerdings die Parlamentsarbeit erschwere sei die Tatsache, dass es womöglich sieben Parteien in den Landtag schaffen könnten. Eine eindeutige Absage erteilte sie – genauso wie Hilde Wessner – der AFD. Sie sei keine Alternative, sondern ein Albtraum für Deutschland und Bayern. Diese Redepassage bekam besonders kräftigen Applaus.

Ehrungen langjähriger CSU-Mitglieder

Foto: Josef Sellmair wird geehrt

Bei den anschließenden Ehrungen konnte Ilse Aigner etliche langjährige CSU- Mitgleider (s. Foto) ehren. Aber mit Josef Hefele hatte es etwas Besonderes auf sich: Denn Josef Hefele ist mit seinen 89 Jahren das letzte noch lebende Gründungsmitglied des CSU-Ortsverbands.

Eine Vertreterin des Petershausener Weltladens, die auch zugegen war,  wartete ein wenig zu lange auf Bernhard Seidenath. Denn er hatte angekündigt, das gemeinsame Plakat des Bund Naturschutz und des Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. eventuell  in Petershausen unterschreiben zu können.

Da er wegen anderer Verpflichtungen früher gehen musste, reagierte Katrin Staffler auf die Frage nach dem Plakat spontan ganz pragmatisch. Sie könne es gerne ins Büro nach Dachau mitnehmen und Herrn Seidenath übergeben. Dort fand Herr Seidenath dann auch Zeit, sich mit den fünf Forderungen auf dem Plakat auseinanderzusetzen – und sie alle zu unterstützen.

Dazu gehören: Kennzeichnungspflicht bei Fleisch, Milch und Eiern bei Verwendung gentechnisch veränderter Futtermittel, bio-regional-faire Verpflegung in bayerischen Behörden, sozial – ökologischer Einkauf durch den Freistaat, Stopp der unsozialen Milch-und Fleischexporte in die Länder des Globalen Südens sowie die Gestaltung und konsequente Umsetzung der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie.

Frau Staffler bot im Übrigen an, im nächsten Jahr während der Fairen Woche im nächsten Jahr gerne einmal den Fairkaufladen in Petershausen zu besuchen. In diesem Jahr war sie der Einladung des 2017 neu gegründeten FAIR Weltladen in Olching gefolgt.

Auf das Angebot von Frau Staffler werden wir sehr gerne zurückkommen. Denn eine Bundestagsabgeordnete als Besucherin hat man eher selten…